Grad der Schwerhörigkeit
Die häufigste durchgeführte Untersuchungsmethode in der Audiometrie ist das Tonaudiogramm. Dabei wird in unterschiedlichen Frequenzen (tiefe und hohe Töne) das Hörvermögen ermittelt. Die Einheiten sind Hz (Hertz) für die Frequenz und dB (Dezibel) für den Schalldruckpegel. Der mittlere Hörverlust bezieht sich auf den mittleren Frequenzbereich, der zwischen 500 und 4000 Hz liegt.
Bei einer leichten Hörminderung liegt der mittlere Hörverlust zwischen 21 und 40 dB, bei der mittelgradigen Schwerhörigkeit zwischen 41 und 70 dB, bei hochgradiger Hörschädigung zwischen 71 und 90 dB und bei an Taubheit grenzender Hörbehinderung oder Hörrestigkeit liegt der mittlere Hörverlust über 90 dB.
Der Begriff Gehörlosigkeit, der lange Zeit ab einem Hörverlust von 90 dB diagnostiziert wurde, wird heute anders benutzt. Menschen mit oder ohne Hörrest, die die Gebärdensprache (DGS-Deutsche Gebärden Sprache) als ihre Sprache benutzen und sich kulturell als eigenständige sprachliche Minderheit definieren, werden als gehörlos bezeichnet.
|